Ein längerer Text

Ineinanderglimmen

Am Bach. Im Nest. Und dann als Lied. Worte die sich zusammengesetzt haben — schief in den Tönen, aber richtig gut.

Vorbemerkung

Kein Essay, kein Gedicht, kein Gespräch. Etwas dazwischen — entstanden über Tage, in Stücken, ohne Plan.

Er darf offen enden. Die Lücken gehören dazu.

Vorhang
Der Vorhang öffnet sich einen Spalt.
Das Dass
tritt auf.
Das Dass lädt ein zum Tanz im Dazwischen.
Es singt Lieder, schief in den Tönen, aber richtig gut.
· · ·

Das Plätschern am Bach, es sind zwei, sie treffen sich. Die Sonne scheint warm durchs üppige Grün, das helle Blätterdach, dabei ein leises Rauschen, etwas läuft will weiterlaufen, sanft und nicht zu schnell, aber präzise. Mal etwas lauter, und mal leiser. Es glitzert, es funkelt. Sonnenstrahlen, die durch den schweifenden, leichten Nebel oder die tanzenden Funkelperlen, auf kleine Kräuselwellen treffen. Wie die Vögel, die sich singend dabei austauschen, wie sie gezielt meist einzeln umherfliegen, um ihre Nester herum, oder um sitzend auf einem Zweig Ausschau zu halten. War das ein Fisch, nur ein Tropfen.

Die Kunst, die Kraft des Denkens, der Gedanken, in welche man sich nicht hineinziehen lassen sollte — so dass der Sturm in der Stille herrscht.

Das Nest, die Oase, der Raum, das Notwendige, die Tarnung, der Rückzugsort, das Bauwerk, die Zukunft, der Schutz, das Symbol, die Wärme, der Übergriff, die Gefahr wenn man in eines sticht.

Der Nestbau des einzelnen verstärkt sich bei manchen, übertreibt, und keiner kommt, will mit hinein, weil sowieso jeder eins hat, braucht, möchte und haben sollte. Vielleicht ist auch keiner da.

Bunt geschmückt, klein und fein, wolkenhoch und bis zum Horizont, oder das Gemeinsame, weil es anders nicht geht, wenn der Verstand dabei ist.

Das Nest ist das Erste, vielleicht auch das begleitende, und auch das Letzte.

Gleichheit, dieses Paradox, ist die Seele der Freiheit. Gleich in der Verschiedenheit und dennoch eins: ein Paradox — für Skeptiker.

Der Zwang zum allerbesten, ich brauche, ich habe, alles ist meine, für Dich, führt zur Einsamkeit, zum Anfang, heraus aus dem Nest, in die Irre. Mit fremden Federn schmücken reicht nicht für die Ewigkeit, wenn man den Kopf nicht zum Denken nutzt. Warum bist du da?

Das teure Nest und der ewige Lärm — also Gesang, der das Böse vertreibt, auf ins Natürliche.

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Jeder weiß, Alles oder Nichts, wenn jeder dies wüsste, wäre allen geholfen. Den Glauben an etwas Höherem, etwas über uns, Dass kann sich durchaus so anfühlen. Alles möglich, Mensch, wo willst du hin, in diesem Durcheinander, wie es doch keines mehr geben kann, oder gibt.

Was treibt dich an, verfolgt dich, berührt dich, wonach — sehnt es dich? Vielleicht danach, die Suche nach Stille, Ruhe, und dem Chaos, zugleich, — weil es möglich ist. Die Stille, um zu verstehen, und dann weiter, in Ruhe, an die Arbeit.

Die Bremse am Spass, vielleicht auch an der einfachen Freude, oder es wird gebremst, aus der sicheren Angst heraus, „Furcht vor der Freiheit", des Seins. Darf ich dass, dass geht nicht anders. Was darf ich mir erlauben, was bremst mich aus.

Der Bremshebel, Eile mit Weile. Wo hat er sich versteckt, hat die Bremse schon versagt, zu früh gestoppt, oder ist die Bremse nun verschwunden, hat sich verwandelt, in einfach zuwenig Luft, weil wir zuviel halten.

Manchmal sitzt die Hand zu fest am Hebel, verspannt, ein Schmerz vielleicht, sodass wir gar nicht merken, dass wir schon längst stehen, während das Leben ringsum weiterzieht. Oder wir bremsen zu früh, aus Sorge, dass das „Alles" ins „Nichts" kippen könnte. Das Dazwischen kaum aushaltbar, die Nähe, die Unerbittlicheit, die Wildnis, die Natur.

Und das Dass tanzt weiter, leise, auch wenn keiner hinsieht.

Vom Alles ins Nichts, ins Mittendrin, und weiter, ins Natürliche.

Die Nähe, das eigentlich gute Gegenüber, das Zusammensein. Wählst du das es, wähle ich du, kann ich wählen, was wählen wir, hab ich eine Wahl, scheinbar ja, der Weg weißt die Richtung. Sehr nah, Beisammen sein gewählt.

Wählen ist ein Gefäß, das in unseren Händen brennt, auch wenn wir es nicht fühlen. Wir sind gewählt, bevor wir wählen — die Frage ist nur, ob wir antworten.

Wie wählen wir dass Beisammensein, wer weiß was, unter welchen Umständen, immer, meistens, mal aus Protest, oder wähle ich lieber nicht, das wird mir alles zu bunt. Hast du genug, für dass kleine Beisammensein, hast dafür gestimmt.

Die Bestimmung, ist die Verantwortung zur Freiheit. Als würde etwas zur Wahl stehen. Vor der eigenen Türe kehren, mit schwingenden Hüften und sich ins Gewimmelineinanderglimende begeben. Steht zur Wahl, es fließt leider nicht anders, Tag für Tag, weiter und weiter, und manchmal wundert Dass.

Das Verwundert sein, darüber, dass sich etwas verändert, das sich nichts verändert, aber vielleicht anders, als wie man es sich wünscht, es erwartet.

Das Wunschkonzert, verwundert: Es nehmen dürfen, wenn man doch wählen darf, sollte, und kann und dies aber oftmals nicht wirklich getan wird. Wählen, Was. Was uns weiter und gesund gedeihen lässt. Das Ende ist der Anfang, das ist auch, immer ein Neubeginn, mit seinen Überraschungen, auch mit seinem Geben.

Das Überrascht sein, über was dazwischen entsteht, über das Sein und dem Gewählt-Werden: von den Umständen, den Rollen, den Erwartungen anderer. „Was wollen nur alle von mir?" — eine Frage, die viele tief in sich tragen. Eine Antwort, ich bin weil ihr seid. Kreis und Rolle.

Dass Sein und die Alltagsrollen, dazu noch das Herauswollen, das Herausschlüpfen, entfliehen, durchmoggeln eigentlich, bei so manchen, aus der Rolle, — welche sich stetig weiter dreht. Aber auch vielleicht, von sich selbst ausgewählt wird, und damit veränderbar wird.

Das Dass in der Rolle, tanzt es noch, oder wartet es still, bis der Vorhang fällt?

Was haben wir alle, das Sein, das stetig weiter fließt, mal inne hält, so, das es läuft. Das auf, und ab, hin, und her, wenn dann aber, noch eine Nachricht kommt.

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Wenn die Nachricht kommt, klingt sie manchmal wie eine Tür, die ins Leere fällt. Sie richtet uns nicht nur, sie verstimmt den Morgen, und macht aus dem Tag, dem weiteren Verlauf ein Instrument, auf dem andere spielen, wenn man es dazu kommen lässt.

Die Nachricht, das Nachrichten, etwas ist passiert, geschehen, etwas verändert sich, will sich verändern. Etwas zeigt sich, will in eine Richtung, verurteilt heimlich, oder will es gern, schließt ein und aus.

Ohne Neutralität, nährt die Nachricht Verdruss, „die Anhänger werden dabei zurechtgerückt, sitzen sie bequem, sehen sie gut aus an mir". Manchmal soll es mir auch zu heiß werden, oder bitter kalt, dass Kaltheiß, habs mit dem Rücken, nicht so.

Die Nachricht aber auch, die Hoffnung und die Energie dabei, um den Verstand, in Wallung zu bringen, und es geht wieder ein Stück weiter, ins ‚Heider' werden. Die Nachricht und das Tempo, sie kommt und geht, wohin auch immer.

Die Wolken öffnen sich, ein Riss, dass Blau, blau zeigt sich, es will sich zeigen, langsam mehr und mehr, strahlend warme Sonne, und im Einklang, mit der Verführung der Natur, des Natürlichen, Alternativlos.

Eine Alternative, welche sich, allerdings des Lauthalses, der Lästerei bedient, die Anderen sind die Schuldigen, immer, sie müssen raus, nur wir sind die Besten und dürfen hier bleiben, obwohl es dann keine Alternative mehr ist. Hier und Jetzt.

Wenn wir uns ein- oder abgeschlossen haben, nur wir allein, mit der Dauer, dabei sieht uns ja keiner, es möchte uns keiner sehen, und wehe einer, dann fühlen wir uns scheinbar sicher, in unserer Habensburg, mit unserem Gedankengut, statt Mit-Sein.

Das Trotzen der Vielfalt, den Alternativen, wird nun ‚Alternativelos'. Der Weg wird beeinträchtigt, Stock und Stein, Hindernisse und Aufgaben, oder „pass mal auf", ich hab zu tun, mit mir selbst und den anderen, ein Habenseinwerdenmöchte.

Das Dass klopft nicht an der Habensburg, es wartet draußen, summt vor sich hin, bis einer das Tor einen Spalt öffnet.

Wer sich isoliert, und dabei nur auf das eigene Denken vertraut, verliert die Fähigkeit, andere Perspektiven zu erkennen. Es entsteht die gedankliche Einbahnstraße, eine weitere Welt, und ein Hut.

Der Weg wird parallele Welt, ein entfliehen, der alte Hut, vom Einheitsbrei mit Filter. Diese Alternative ist gefährlich, zum scheitern verurteilt, weil alles zusammen hängt, einfach eins ist, und es wird gezogen, wohin zieht's mich.

Wahlen und wählen, immer das selbe tun, und es aber anderes erwarten wollen. Was macht das mit dir, der nächste Schritt kommt, ins Leben zurück.

Das Leben hat mich, nicht ich das Leben.
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Das Märchen von der Sprachlosigkeit, welche es aber nicht gibt, ist auf einer Linie, mit den begründbaren Gegenüberstellung, Das liebe logische Denken, positiv, fühlen was bringt dieser Moment.

Intuition, dass, dem des Leibes entspricht. Das gibt es doch gar nicht. War es Glück, oder war es Zufall, oder weiß schon jemand alles. Dass fühlt sich an, wie, so das man gehen und werden kann, wie ein Märchen vielleicht.

Ein weiteres, dass vom, der böse Wolf, die vielen die er aß und die Freude die er hinterlässt, wenn er in den Brunnen fällt, die Magie, kein sauberes, kein klares Wasser mehr, oder immer weniger davon.

Erzähll keine Märchen mehr, dass fließt einfach, nicht richtig. Die Märchenstunde einfach mal erläutert, wie die vom lieben Geld und seinen haltlosen Säbeln, und dem, vom guten Besitztum, des etwas Gemeinsamen.

Dieses etwas, ist viel, was das Leben, unsere Natur, den Menschen bieten und zeigen kann, wenn er kann, auch das Stigma, vielleicht kein richtiger Mensch zu sein. Du bist das nicht, du spürst dich doch.

Ein Mensch kann heut auch Behindert sein, dann kommt er eigentlich nicht. Er kann Beeinträchtigt sein, dann kommen manchmal mehr und andere, auch viele auf einmal, und dann die Rolle, hin und her.

Manchmal kann der Mensch auch, dann zu sich selbst, in seiner Gemeinsamkeit, eher zu Garstig, dies bezüglich sein. Wie er sich ausdrücken kann. Das Fremde Elend, gibt es nicht, und wer ermittelt das, wer soll das bezahlen, jeder gleich, die Mimose, das Sensiblchen, wohin klingt es.

Es sind die Sensiblen, feinen Antennen, die sich weitaufspannen, aufgespannt sind, auch die von dir, die sich verfeinern und stetig verbinden. Das Dass hält Ausschau, erweitert den Leib, wenn es klemmt. Vieles nehmen wir auf, vergleichen unsere Bilder, im Einklang dann mit Ihm.

Das Wüschenswerte. Wach das Ohr, verlockende Düfte, für die Nase, dass auch die Liebe, die Biochemie. Darf ich dich mal, was an mir riechen, an der Natur, was zieht das Natürliche an. Etwas will in die Tiefe schauen, sich wiederspiegeln können, eben dass Mensch sein.

Was ist er nun, der Mensch, das Mensch sein. Das — verbindende Wesen, — mit all seinen Fähigkeiten, die allermeisten Selbständig. Kurz zum wählen, für dich, es wird so weitergehen, oder weiter werden.

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Wenn Beeinträchtigt, dann durch die vielen Fingerzeiger, die, die bunte Federn ablehnen, aber sich damit schmücken. Beeinträchtigt nicht Behindert, Schranken im Denken, die man öffnen kann und die sich öffnen werden. Eine zu hohe Mauer, überspringt wahrscheinlich niemand, mit eigener Kraft.

Das Mitgehen, in seiner Rolle, kann man bis ins Maßlose trainieren, es sich gar selbst einreden, indoktrinieren, doch es bringt nichts, es Erschöpft, und dass nicht nur den Einzelnen.

Ähnlich das Anhäufen, das Insichhineinstopfen, die Völlerei, all dies ist nichts gutes und bekannt. Und, dass Wenigergebenkönnen gesellt sich dazu, dies etwas persönliches, es nimmt dabei die Freiheit der Anderen, und damit — Unsere Würde.

Es muss fürchterlich sein, das Leid so vieler ertragen zu können. Manch Beeinträchtigter spricht es dann auf seine Art, auch sichtlich aus, so aus einer Art, Vergissmeinabernicht, der Kollateralschaden selbst.

Es gibt nicht den Weg, es heißt der Weg.
Loslassen und Springen.
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Das Dass — weder Ding noch Person, eher ein Ruf ohne Mund, der zum Tanz im Dazwischen bittet.

Die Blumenwiese, unter Wasser, und weißer Sand, Licht und Spiel, die Bewegung, flimmerndes Strahlen durch helles Blau, — eine Atempause.

Als ob, ich dass selbst wahr. 🙂

Zu den Worten: Manchmal schreibt es uns, nicht wir es. Als ob die Worte schon da waren und nur darauf warteten, dass jemand ihnen einen Körper leiht. Und dann geschieht etwas: ein Satz wird zu einem Raum, ein Wort zu einer Tür, und ehe man sich versieht, ist man mittendrin — im Dazwischen, wo die Töne schief und richtig zugleich sind.

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Der Vorhang öffnet sich noch einmal — ganz.

Tief und tiefer, langsam Ein-atmen und beobachtend langsam Aus-atmen, weiter und weiter, — eine Freiheit.

Wie in einem Fluss, einen kleinen, der Bach fließend, Barfuß, und das kristallklare reine Wasser, worüber es fließt, ein Bett, die kleinen tanzenden Steine, mit etwas hellen, sich schlängelten Grün dabei, unter den kleinen wollenden Wellen. Wolkenlöckchen spiegeln sich darin. Es kitzelt an den Füßen, die kleinen Fische, keine Angst — und die schnatternden Enten, platsch, — der Frosch auf der Krone, glitzernd, die warmen Sonnenstrahlen. Und dann noch der prachtvolle Schmetterling, auf der Hand, mit seinen langen Fühlern, die fast den Atem selbst ertasten.

Berührung im Fluss.
Das Dass, ganz still.
Barfuß mit mir.
Kein Wort,
nur ein Summen — und gut.
Das Dass verneigt sich — schief, und richtig gut.
Vorhang
Abspann

Und dann, aus dem Summen, aus dem Fluss, aus dem Dazwischen —

Aus einem Leben in seiner Gegenwart und den unendlichen Möglichkeiten, liegt die Aufklärung. Nicht nur, wie und womit etwas gemacht wird — sondern was es bedeutet.

Das Vorbild, die Kongruenz und die Offenheit. Auch die der Sprache.

Das Wasser und der Wein, das kann nicht sein? Wie ein Kind: Das Wasser wird zu einem reifen Wein, der ins Meer fließen möchte. Und dann erzählt uns das Wasser etwas.

Die Elternschaft. Das Eltern-schafft. Ein Denken — wunderschön, das Kinder nicht nur stark macht, sondern auch neue Türen öffnet. Wer öffnet sie? Oder war das der Wind?

Ein Handlungsplan aus
Ehrlichkeit, Mut und Vertrauen.